Die grauzone - ein Kulturmagazin (1998 -2004)

Amok - eine amerikanische Tradition

Amok - eine amerikanische Tradition | grauzone13

Es ist 7.15 morgens, ich bin seit 3.00 auf. Bloß um in der verschissenen Stadt London von Kidbrooke nach Heathrow zu kommen, brauchte ich 3 Stunden. Leider 5 Minuten zu lange, meinte die Tucke von British Airways, und ich könnte mich bitte bei der Schlange da hinten anstellen, mir würde ein neuer Flug zugeteilt. Ha ha, ich hätte sie erschießen sollen, war es aber nicht; ich, herdentriebiger Ostler, stelle mich ans Ende der Schlange.

Die stempeln mein Ticket und schicken mich nach Gate M. Ok, bei Gate M zu Gate C, und dort bekomme ich ein neues Ticket auf Stand-by. Das heißt, ich durfte einchecken, mich begrabbeln lassen (Security) und meinen Rucksack auspacken (arrogante Engländersäcke) und zum Gate Hinterbuxtehude latschen, dort hören, dass der Flug voll ist und der nächste erst um 12.45 geht. Beim Rückweg zum Transitgelände natürlich noch mal Taschenkontrolle.

Bei McDonald’s durfte ich dann lernen, dass die richtiges Essen erst ab 10.00 anbieten; jetzt sei Frühstückszeit. Ich erstach den pickligen Buben einfach, ab da war alles einfach: Ich schnappte mir die Uzi vom Wachmann neben mir und wie ein Befreiungsschlag überkam es mich.. Als die ersten 10 im Kugelhagel darnieder sanken war ich noch unkonzentriert, dann zielte ich präziser auf die Köpfe, den einmal spritzte das Gehirn so schön unter meinen großkalibrigen Geschossen und zweitens waren sie dann wenigstens Tod und schrien nicht so rum.

Ich drehte die Runde, vielleicht auch zwei, suchte mir die schönste Leiche und ockerte ihr in das offene Hirn, welches nur noch mit ein paar Hautfetzen spärlich bedeckt war. Danach ließ ich mir von einem Überlebenden ein Bier holen und es war ein schönes Bild wie er so dahinhumpelte und das Blut immer aus dem rechten Oberschenkel spritzte, wenn er mit dem Bein auftrat. Dann kam der erste Angriff der Polizei, ich jumpte Bondmäßig (war ja England) hinter einen der Kaffeetische hielt volle Kanne rauf, die kamen nie wieder irgendwo ungefragt rein. Herrlich. Da mir das ganze Geröchel der zuckenden Leiber und die Mama-Rufe dann doch zuviel wurden, tat ich was jeder getan hätte, ich räumte mit gezielten Genickschüssen auf. Erstaunlich fand ich die Tatsache das alle Leichen nasse Hosen hatten?! Vielleicht ein Reflex? Naja egal, erstmal Taschen geleert und ein paar Juppiärsche geschändet! Tja dann kamen die Bullen von allen Seiten und mit Blendschockgranaten und so (feige Bande) und sie erschossen mich, aber wenigstens komme ich jetzt nach Berlin!!!

karsten

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