Grauzone Nr. 01
Die erste Grauzone erschien im April 1998
Diese Ausgabe liegt nur als Scan vor: Grauzone Nr 1
Das Ghetto schlägt zurück
..und das nun schon seit zwei Jahren – so lange gibt’s jetzt nämlich den WB13, das einzige selbstverwaltete Jugendzentrum in Haschhausen (von der Laube mal abgesehen, die gibt’s aber a) nicht mehr und b) hatten selbst die ’nen Sozialarbeiter im Haus). Mit dem subversiven Kulturcontainer, der ja leider Ende ’96 verschimmelt ist (welcher Torfkopp trinkt auch seine Biere nicht richtig aus?!) und seit Anfang ’97 mit der noch subversiveren Kultur-KITA haben wir’s zwar immer noch nicht geschafft, den „Szene“-Sumpf Prenzl’Berg trockenzulegen, aber immerhin zieht’s auch von da inzwischen ein paar Hartgesottene zu Konzerten in unseren schönen Bezirk.
Auch die Nachtschicht von PolDir 7 kommt gerne mal auf’n Plausch vorbei, wenn die Stasi aus’m Nachbarhaus mal wieder unser Lagerfeuer verpetzt hat.
Aber nix für ungut – in Hohenschönhausen mangelt es extrem an jugendlichem Eigensinn, und deshalb wird der WB13 weiterhin alles daran setzen, rebellische NachtSCHWÄRMER im Bezirk zu halten. Und alle, die noch’n bißchen Grütze im Kopf haben, sollten bei Gelegenheit mal vorbeischauen (das April-Programm findet Ihr in diesem Heft). Und wer darüberhinaus auch noch in’ner Band spielt und sogar keinen Mainstream macht, kann mal mit einem Demo anklopfen (wer keins hat, nimmt einfach mal eins auf!). Im Idealfall solltet Ihr uns nicht aus den Augen verlieren – verpaßt Ihr nämlich die letzte Chance, doch mal Teil einer Jugendbewegung zu werden...
rog